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#beziehungsweise: Bar-Mizwa - Firmung/Konfirmation

Freude am Erwachsenwerden

Verantwortung bernehmen, erwachsen werden. Traditionen nue mit Leben fllen., Glabuen bestrken: in der Synagoge mit der

 

Gelehrte im Gesprch: https://www.juedisch-beziehungsweise-christlich.de/events/


 
Ein jdische Stimme Eine christliche Stimme

Im Judentum gelten Mdchen mit 12 und Jungen mit 13 Jahren als erwachsen, das heit, in der Lage, Verantwortung fr das eigene religise Leben und fr die Erfllung der Gebote vor Gott und den Menschen zu bernehmen. Von diesem Zeitpunkt an werden sie als „Bar Mitzwah“ bzw. „Bat Mitzwah“, als „Sohn/Tochter der Verpflichtung“, betrachtet und sind selbst verantwortlich fr das Halten der Gebote. Erst seit dem Mittelalter begehen Jungen den Beginn dieser neuen Lebensphase mit einer Zeremonie, zu der das Rezitieren der Torah im Gottesdienst, ein Lehrvortrag und das Anlegen der Tefillin (Gebetsriemen) gehren. Von nun an werden sie zum Minjan, also des fr bestimmte Gebete und Rituale notwendigen Quorums von zehn Mnnern, gerechnet. Fr Mdchen bildeten sich erst im Verlauf des 20. Jahrhunderts verschiedene Formen heraus, um die Bat Mitzwah zu feiern.

Die Vorbereitungen fr die Bar/Bat Mitzwah ziehen sich bei Kindern je nach Vorwissen und Gemeindepraxis ber ein bis drei Jahre hin. Im Gottesdienst legen sie zum ersten Mal ihren Tallit an und tragen den Wochenabschnitt der Torah ganz oder teilweise vor, meist in der traditionellen musikalischen Rezitationsweise. Dazu kommt noch die Haftarah, die Prophetenlesung, in Hebrisch oder in der Landessprache. Danach folgt eine kurze Predigt, manchmal wird auch ein Teil des Gottesdienstes vorgebetet. Daran schliet der Kiddusch, ein festlicher Imbiss, in der Gemeinde an und danach wird im privaten Rahmen mit Familie und Freundeskreis weitergefeiert.

– Rabbinerin Dr.in Ulrike Offenberg

 

zur Langfassung:

https://www.juedisch-beziehungsweise-christlich.de/bar-mizwa-beziehungsweise-firmung-konfirmation/

Sowohl Judentum als auch Christentum kennen Rituale des Erwachsenwerdens und Zeichenhandlungen, welche die zivile und religise Mndigkeit zum Ausdruck bringen, aber auch die Einladung zum christlichen Zeugnis in der heutigen Welt und zur Mitarbeit in der Gemeinde. In der rmisch-katholischen Kirche ist die Firmung das Sakrament der Mndigkeit. Der Bischof verleiht und feiert die Gabe des Geistes unter Gebet und Salbung bzw. Handauflegung. Die Firmanden empfangen Gottes Geist. Sie erwidern den Friedensgru und sind bereit, sich selbst mit ihren Charismen in den Dienst der Menschen zu stellen. Die Firmpat*innen untersttzen sie dabei, was sie mit der Hand auf der Schulter der Jugendlichen signalisieren.

In der Evangelischen Kirche bekrftigen junge Menschen ihre Aufnahme in die christliche Gemeinde, die zuvor mit der Taufe, meist im Suglingsalter, geschehen ist. In der Konfirmanden-Zeit lernen die jungen Menschen die Grundlagen des christlichen Glaubens kennen, ben sich in christlicher Spiritualitt ein und engagieren sich im Gemeindekontext. Nach dem Fest der Konfirmation sind sie eingeladen, ihren Weg des Glaubens in der Gemeinschaft anderer Christinnen und Christen weiter zu gehen und sich mit ihren Gaben und Fhigkeiten in der Gemeinde einzubringen.

– Prof. Dr. Stephan Leimgruber

 

zur Langfassung:

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