„Ostwind dreht auf West“  Autobiografischer Roman

1. August 2022
Kamen
Von Pommern an die Ruhr

„Ostwind dreht auf West“ so heißt das jetzt im Anno-Verlag erschienene Buch von Dr. Albin Lenhard.

Der autobiografische Roman behandelt die Nachriegszeit im Ruhrgebiet. Dabei werden auch viele Glaubensaspekte aufgegriffen.
Herr Dr. Lenhard bietet im Dekanat Unna an Bildungsarbeit zu leisten und zu Lesungen in die Gemeinden und Gruppen zu kommen.

Inhalt:
Wie geohrfeigt fühlt sich der kleine, aus Pommern vertriebene Junge Martin Mehnert, als ihn ein Erwachsener im Jahre 1946 „Ostwind“ nennt. Mit seiner Mutter, einer Kriegerwitwe, erlebt er die Nachkriegszeit in einem kleinen Ort nahe Dortmund.

Einerseits wird Erlebtes mit Kinderblick erzählt, etwa wenn die Menschen einer Eisenbahnersiedlung in ihrem Alltag beschrieben werden, andererseits weitet sich der Erzählraum, so dass sich der Ich – Erzähler als Chronist der Nachkriegszeit im Kohlenpott und darüber hinaus zeigt. Vom bitterkalten Winter 1946/47 wird erzählt, vom „Fringsen“, von traumatisierten Soldaten, aber auch von Jugendlichen die randalierend und marodierend ihren Weg suchen. Typische Reminiszenzen der Zeit – der Swingrock, die Tütenlampe und der Nierentisch tauchen auf, ebenso ist von der Bedeutung der Zigarettenwährung, der Währungsreform und von Nylonträumen die Rede.

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Albin Lenhard, geboren 1941 in Schlochau (Pommern), wuchs im Ruhrgebiet auf.

Er arbeitete zunächst als Grund- und Hauptschullehrer in Schwerte, wurde För­derassistent an der Pädagogischen Hochschule Dortmund und promovierte im Fach Germanistik. Danach unterrichtete er viele Jahre an Schwerter Gymnasien. An der TU Dortmund nahm er jahrzehntelang einen Lehrauftrag als Privatdozent wahr.

Ein Herzensanliegen ist ihm die Vermittlung von Literatur. Das belegen seine wis­senschaftlichen Veröffentlichungen zur Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, eigene literarische Versuche sowie Vorträge, in denen er vor allem als Rezitator klassischer und moderner Dichtung auftritt (u. a. innerhalb der Gruppe „Jazz & Dat“).