Deutschland 2025
Regie: Wolfgang Becker
Länge: 112 Min.
Michas Videothek steht am Rande des Bankrotts, als kurz vor dem 30. Jahrestag der deutschen Einheit der Redakteur einer Wochenzeitschrift bei ihm auftaucht. Er hat Michas Stasiakte gelesen und sieht in ihm einen Helden. Micha war früher im Stellwerk der Ostberliner Verkehrsbetriebe beschäftigt und hat 1984 durch Verstellen einer Weiche 127 Passagieren eines S-Bahn-Zuges zur Flucht in den Westen verholfen.
Der Journalist bringt die Geschichte an die Öffentlichkeit und macht Micha berühmt.
Sogar im Bundestag soll Micha zum Tag der Deutschen Einheit sprechen. Darüber grämt sich der ehemalige Bürgerrechtler (Thorsten Merten), denn eigentlich hätte er die Rede im Bundestag halten sollen. Derweil bahnt sich zwischen Micha und einer Juristin (Christiane Paul), die damals unter den Passagieren der nach Westberlin geleiteten S-Bahn war, eine zarte Liebesgeschichte an.
Auf raffinierte Weise erzählt Becker vom Spiel mit Illusion und Fiktion, Lüge und Wahrheit, von dem Stoff, aus dem sich medial gehypte Geschichtsbilder formen lassen, aber auch Geschichten für das Kino.
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