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Neuigkeiten

Das sollten Sie wissen....

Kirchen & Kino Spielzeit 2026/27

NO/DK 2025
Regie: Joachim Trier
Länge:133 Min.

Nach dem Tod ihrer Mutter müssen sich zwei Schwestern mit ihrem lange abwesenden Vater, einem Filmregisseur, arrangieren, der nach der Beerdigung plötzlich auftaucht. Der möchte seine ältere Tochter für die Hauptrolle in einem autobiografischen Film gewinnen. Als diese ablehnt, engagiert er eine Hollywood-Schauspielerin an ihrer Stelle. Der Film verwebt Trauer und Familienkonflikt zu einem vielschichtigen Drama, in dem Realität, Theater und Film immer wieder ineinander übergehen. Durch Spiegelungen, scheinbar authentische Räume und trickreiche Perspektiven wird das Thema der Echtheit radikal infrage gestellt. Ein raffiniert gebautes Spiel über die therapeutischen Zuschreibungen von Kunst, deren manipulative, aber schöpferische Kraft Wahrhaftigkeit eher erschafft als abbildet und gerade darin tröstet. – Sehenswert ab 14. .

Kinotipp der Katholischen Filmkritik (Dezember 2025)

DE 2025
Regie: Christina Tournatzés
Länge:104 Min.

1962 läuft ein zwölfjähriges Mädchen seiner Familie davon und zeigt seinen Vater wegen sexuellen Missbrauchs an. Ein älterer Richter nimmt sich des Kindes an und bereitet es auf den Prozess vor, auch wenn er weiß, dass ihre Chancen für eine Verurteilung schlecht stehen. Das Mädchen scheut vor Details der Missbrauchstaten zurück, doch in intensiven Sitzungen finden die beiden nach und nach Wege, die Anklage zu formulieren. Das an einen realen Fall angelehnte Drama bleibt bis auf wenige Szenen bei der jungen Hauptfigur und verzichtet auf jeden Sensationalismus. Der sich aneinander herantastende Umgang zwischen dem Kind und dem älteren Mann prägt auch die Inszenierung des Films, der sensibel vorführt, wie aus wachsendem Respekt und Mitgefühl eine Nähe und gegenseitiges Vertrauen entstehen. – Sehenswert ab 16.

Kinotipp der Katholischen Filmkritik (Oktober 2025)

DE 2025
Regie: Neele Leana Vollmar
Länge:123 Min.

Routiniert beginnt Rita ihren Tag. Vrrrm – Rollläden hoch. Kaffee aus der Warmhaltekanne. Der Bungalow im Grünen ist schon ein bisschen in die Jahre gekommen. Das Bad mit den Siebziger-Jahre-Fliesen im undefinierbaren Braungrünton müsste dringend mal renoviert werden. Ein Problem – Rita hat es nicht so mit Veränderungen. Sie arbeitet für einen Pflegedienst und hält sich mit Schwimmen fit. Ihr Mann Hans, Schulleiter kurz vor der Pensionierung, hat sich damit abgefunden, dass sie im Haushalt den Takt angibt. Der Sohn der beiden ist schon lange ausgezogen und steht als Single stabil im Leben – glauben die Eltern zumindest. Manchmal gehen sie Schnitzel essen in der Kleinstadt, auch im Garten ist was zu tun. Viel kann da, wie es scheint, nicht mehr kommen in der Beziehung des Paars. Aber plötzlich geraten die Dinge in Bewegung. Sehenswert ab 16.

Film des Monats der Jury der Evangelischen Filmarbeit (November 2025)

 

DE 2025
Regie: Wolfgang Becker
Länge:112 Min.

Wolfgang Beckers Komödie erzählt die Geschichte eines Mannes, der ungewollt zum Helden wird. „Aber ist es nicht so, dass wir uns meistens das Leben so erzählen, wie wir es gerne hätten?“, fragt Micha Hartung (Charly Hübner). „Und manchmal ist sogar in einer Geschichte ein bisschen mehr Wahrheit drin als in der Wirklichkeit.“ Michas Videothek steht am Rande des Bankrotts, als kurz vor dem 30. Jahrestag der deutschen Einheit der Redakteur einer Wochenzeitschrift bei ihm auftaucht. Er hat Michas Stasiakte gelesen und sieht in ihm einen Helden. Micha war früher im Stellwerk der Ostberliner Verkehrsbetriebe beschäftigt und hat 1984 durch Verstellen einer Weiche 127 Passagieren eines S-Bahn-Zuges zur Flucht in den Westen verholfen. Der Journalist bringt die Geschichte an die Öffentlichkeit und macht Micha berühmt. Sogar im Bundestag soll Micha zum Tag der Deutschen Einheit sprechen. Darüber grämt sich der ehemalige Bürgerrechtler (Thorsten Merten), denn eigentlich hätte er die Rede im Bundestag halten sollen. Derweil bahnt sich zwischen Micha und einer Juristin (Christiane Paul), die damals unter den Passagieren der nach Westberlin geleiteten S-Bahn war, eine zarte Liebesgeschichte an. Sehenswert ab 12.

Film des Monats der Jury der Evangelischen Filmarbeit (Dezember 2025)

DE 2025
Regie: Michael Schwarz
Länge:82 Min.

Der Dokumentarfilm gibt Einblicke in die Arbeit des Bestatters Eric Wrede, der das Tabuthema Tod mit Empathie und Humor von seiner Schwere befreit und mit Kolumnen, Büchern und Podcasts zu „Deutschlands bekanntestem Bestatter“ wurde. Begleitet von melancholischen Stadttableaus, zeigt der Film in der Beobachtung von Wrede und seinem Team, wie man den Abschied menschlicher gestalten kann. Eine ruhige, respektvolle Reflexion über Sterben, Trauer und die Würde der Toten. – Sehenswert ab 14.

Kinotipp der Katholischen Filmkritik (November 2025)

 

 

 

 

AT/DE 2026
Regie: Adrian Goiginger
Länge:121 Min.

Eine Clownin heitert in Kliniken Kinder auf, während ihr Mann als klassischer August auftritt. Eines Tages verunglücken er und die beiden gemeinsamen Kinder tödlich. Für die trauernde Frau beginnt eine schwierige Zeit, die berufliche Rückschläge beinhaltet, aber auch eine vorsichtige neue Freundschaft mit einem Schauspieler. Das auf einer wahren Geschichte beruhende Drama vollzieht die Trauerarbeit der Hauptfigur respektvoll nach, ohne ihren Schmerz zu vereinfachen. Rückblenden zeigen auch das frühere Familienleben mit all seinen Spannungen und verhindern so jede Verklärung. Abgesehen von wenigen vordergründigen Momenten, überzeugt der Film durch sorgsame Umsetzung und eine ausgezeichnete Hauptdarstellerin. Sehenswert ab 14.

Kinotipp der Katholischen Filmkritik (April 2026)

US 2024
Regie: Mike Flanagan
Länge:111 Min.

Verfilmung der gleichnamigen Kurzgeschichte von Stephen King, die als ein Triptychon über die Schönheit und Tragik des menschlichen Daseins entfaltet wird. Der Film erzählt in drei Kapiteln und umgekehrter Reihenfolge vom Sterben und Leben des titelgebenden Buchhalters, wobei es zunächst in apokalyptisch überhöhter Form um den Tod geht. Von da aus wird in der Biografie des Protagonisten zurückgeblättert, der leidenschaftlich gerne tanzt und ein erfülltes Leben führt, obwohl schon in der Kindheit Schmerz, Trauer und Unsicherheit eine Rolle spielen. Der Gebrauch von Voice-over wirkt etwas unbeholfen und auch inszenatorisch bleibt manches blass. Dennoch überzeugt der Film durch die Darsteller und die Qualität des Stoffs als Reflexion übers Leben mit dem Wissen um die Vergänglichkeit. – Sehenswert ab 14.

Kinotipp der Katholischen Filmkritik (Juli 2025)